Wie findet der Verbraucher in den unendlichen Weiten des Internets und der verfügbaren Online-Weinshops einen wirklichen Spitzenwein? Das ist gar nicht so leicht. Leider werben viele Internetshops von Weinhändlern mit unzureichenden Angaben, manchmal sogar mit falschen Informationen. Häufig werden Prämierungen aus Vorjahren herangezogen, wenn ein neuer Jahrgang beschrieben wird. Das ist irreführend und unseriös. Schließlich [...]
Wein-Tech ungewohnt anders: Weintrauben für Fruchtsäurepeelings: Trauben werden heute nicht nur für die Herstellung von Weinen benutzt, sondern immer häufiger auch in der Kosmetik-Industrie genutzt, z.B. für Fruchtsäurepeelings. Solche Peelings werden zur Behandlung von unreiner Haut eingesetzt. Die sogenannten AHA-Fruchtsäuren oder Alpha-Hydroxy-Acids haben ihr natürliches Vorkommen in Früchten wie Weintrauben, Zitronen, Äpfeln oder Kiwis und verursachen deren sauren Geschmack. Zur kosmetischen Behandlung werden diese Fruchtsäuren als chemisches Peeling eingesetzt. Grundsätzlich sollen die AHA-Fruchtsäuren die Oberflächenstruktur der Haut verbessern. In der Kosmetikindustrie werden diese Peelings häufig bei unreiner Haut und Akne eingesetzt. Im Gegensatz zu anderen chemischen Peelings wie mit TCA (Trichloressigsäure) oder Phenol wirken Fruchtsäuren nur in den obersten Hautschichten. Alle chemischen Peelings haben eine ätzende Wirkung auf die Haut. Die Wirkungsweise der AHA-Fruchtsäuren aus z.B. Weintrauben besteht darin, abgestorbene Hautzellen und die obersten Hautschichten abzulösen, so soll die Regeneration und die Bildung von neuer Haut gefördert werden. Große Unterschiede gibt es in der Konzentration der Fruchtsäuren in den Präparaten. Niedrig dosierte Peelings mit nur etwa 5-8 % AHA-Säuren werden bei normaler Haut eingesetzt und können auch im Privatgebrauch verwendet werden. Mit zunehmender Konzentration der Säuren soll sich auch die ätzende Wirkung verstärken. Kosmetikinstitute dürfen Präparate mit bis zu 15 % AHA-Säuren verwenden, bei Dermatologen kommen Produkte mit bis zu 70 % Säureanteil zum Einsatz. Vor der Anwendung eines Fruchtsäurepeelings, auch Schältherapie genannt, muss die Haut vorbereitet werden. Etwa zwei Wochen lang wird eine Creme auf die Haut aufgetragen, um die Hornzellenschicht zu verdünnen. Diese Creme hat einen kleinen Anteil an AHA-Säuren und muss auf den jeweiligen Hauttyp und die speziellen Anforderungen abgestimmt sein. Das Fruchtsäurepeeling selbst wird in regelmäßigen Abständen vom Kosmetiker oder Dermatologen aufgetragen und wirkt einige Minuten lang ein. Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem jeweiligen Hautbild. Das Peeling kann Kribbeln oder Brennen verursachen, die Intensität ist abhängig von der Empfindlichkeit der Haut. Während der Zeit der Behandlung sollte die Haut keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden, zusätzlich sollte eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwendet werden. Auf gleichzeitige Einnahme von Vitamin A und Beta-Carotin ist während der Behandlung absolut zu verzichten, da diese Substanzen die Bildung von Pigmentflecken fördern und den Behandlungserfolg beeinträchtigen können. Nach dem Peeling kann die Haut gerötet sein und einige Tage leicht schuppen. Am Tag der Behandlung sollte kein Make-Up verwendet werden. Durch die Behandlung mit Fruchtsäuren aus z.B. Weintrauben verspricht man sich Besserung von Akne, Mitessern und unreiner Haut, Minderung von Fältchen und Narben sowie von Pigment- oder Altersflecken. Wie bei jeder kosmetischen Behandlung ist der Behandlungserfolg nicht nur von der richtigen Zusammenstellung der Produkte und der richtigen Anwendung abhängig, sondern auch von der individuellen Reaktion der Haut. Ein Fruchtsäurepeeling wirkt nicht bei jedem gleich. Tiefe Falten oder Narben können aufgrund der nur oberflächlichen Wirkungsweise der Fruchtsäuren nicht vollständig entfernt werden, jedoch kann ein Fruchtsäurepeeling bei gutem Ansprechen der Haut zu einem gleichmäßigeren und reineren Hautbild beitragen (vincentsite.de).